„Wir ziehen an einem Strang - Wir machen’s einfach!“

Prüfzeit zu Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen für Hochqualifizierte in FrankfurtRheinMainRegion auf vier Wochen verkürzt

Frankfurt am Main, 16.11.2007. Auf Initiative der Hessischen Landesregierung haben unter der Leitung der FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region die für die Ansiedlung von ausländischen Unternehmen und die Einreise von ausländischen Arbeitskräften zuständigen Stellen ihre Kräfte gebündelt und in einem parallelen Verfahren die Prüfzeit für die Genehmigung von Aufenthalts- und Arbeitserlaubnissen von Hochqualifizierten in FrankfurtRheinMain auf vier Wochen verkürzt.

„FrankfurtRheinMain gehört zu den wirtschaftlich dynamischsten und leistungsstärksten Regionen Europas. Unternehmen aus aller Welt schreiben hier einzigartige Erfolgsgeschichten. Damit ausländische Firmen auch in Zukunft erfolgreich in FrankfurtRheinMain investieren können, muss die Ansiedelung von ausländischen Unternehmen und Spitzenkräften, die Arbeitsplätze schaffen und die Wirtschaftskraft der Region stärken, gezielt unterstützt werden“, unterstrich Dr. Hartmut Schwesinger, Geschäftsführer der FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region, während der gemeinsamen Pressekonferenz aller Kooperationspartner unter dem Titel „Wir ziehen an einem Strang - Wir machen’s einfach!“

Ausländische Unternehmen seien bei der Ansiedlung und bei dem oftmals damit verbundenen Wunsch, einige ihrer Fach- und Führungskräfte als Starthilfe im neuen Markt mit einreisen zu lassen, auf Unterstützung angewiesen. Gleiches gelte auch für Selbstständige aus dem Ausland, die sich hier ansiedeln wollen, oder bereits ansässige Unternehmen, die nach Fach- und Führungspersonal auch über den deutschen Arbeitsmarkt hinaus suchen müssten. Um diese Unterstützung gezielt und schnell zu leisten, habe die FrankfurtRheinMain GmbH auf Anregung der Landesregierung eine Koordinierungsgruppe mit allen zuständigen Stellen und Institutionen eingerichtet und das Verfahren zur Erteilung von Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen und ein paralleles und transparentes Vorgehen entwickelt.

„Auf diesem Wege haben wir es gemeinsam erreicht, die Prüfzeit für Anträge von Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen deutlich zu verkürzen. Künftig können diese Anträge in FrankfurtRheinMain durch eine enge Zusammenarbeit der beteiligten Partner innerhalb von vier Wochen nach Einreichen der vollständigen Unterlagen entschieden werden“, stellte Schwesinger das Ergebnis der von ihm geleiteten Koordinierungsgruppe vor. Ihr gehören neben der FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region, Vertreter der Städte Frankfurt Wiesbaden und Rüsselsheim, des Main-Taunus-Kreises, des Hochtaunuskreises, der IHK Frankfurt, der Handwerkskammern Rhein-Main und Wiesbaden, der Bundesagentur für Arbeit Regionaldirektion Hessen und der HA Hessenagentur GmbH an.

„Das ist ein großes Plus für ausländische Unternehmen, für hochqualifizierte Arbeitskräfte und Selbstständige aus dem Ausland, weil sie sich auf zeitlich verbindliche Regelungen verlassen können. Und es ist ein großes Standort-Plus für FrankfurtRheinMain. Denn ausländische Unternehmen und Spitzenkräfte tragen nicht nur wesentlich zu unserem wirtschaftlichen Erfolg bei, sie bereichern auch die kosmopolitische Vielfalt dieser Region. Die Landesregierung ist daher sehr froh, dass die FrankfurtRheinMain GmbH und alle Beteiligten gemeinsam an einem Strang ziehen, und so die Region stärken und weiter voranbringen“, sprach der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Stefan Grüttner, seinen Dank an die erfolgreiche Koordinierungsgruppe aus.

Grüttner wies zudem darauf hin, dass durch die Arbeit allein einer Spitzenarbeitskraft Schätzungen zufolge rund 30 bis 50 weitere neue Arbeitsplätze geschaffen werden. In FrankfurtRheinMain sind derzeit etwa 12.400 ausländische Unternehmen ansässig.

Das Verfahren zur Erteilung von Aufenthalts- und Arbeitserlaubnissen basiert auf dem Zuwanderungsgesetz des Bundes und unterscheidet Selbstständige und qualifizierte Arbeitnehmer. Um die Einreise ausländischer Spitzenkräfte zu erleichtern, hat die FrankfurtRheinMain GmbH einheitliche Fragebögen erstellt, die alle zu klärenden Fragen und vorzulegenden Dokumente auflisten. Somit weiß der Antragsteller verbindlich, welche Unterlagen er vorzubereiten hat. Diese Papiere werden bei der deutschen Vertretung seines Heimatlandes oder vor Antragstellung bei der Ausländerbehörde, Industrie- und Handelskammer oder dem Amt für Wirtschaftsförderung des Ortes, an dem er sich niederlassen will, eingereicht. Die Stelle, die die Unterlagen erhält, leitet die Prüfung unverzüglich ein und informiert die übrigen Partner.

In regelmäßig stattfindenden Koordinierungsbesprechungen werden die beteiligten Ämter und Institutionen über alle laufenden Anträge beraten. Durch den engen Kontakt der Standortmarketinggesellschaft zu allen zuständigen Institutionen ist ein optimaler Informationsfluss zu jedem Zeitpunkt des Antragverfahrens gesichert. Die FrankfurtRheinMain GmbH stimmt das Verfahren mit den deutschen Vertretungen in den Zielländern ihrer Marketingaktivitäten regelmäßig ab, um den gesamten Prozess für alle Beteiligten transparent und einfach zu gestalten.